Hast du gewusst, dass jeder Österreicher pro Jahr über 250 kg Papierprodukte verbraucht? Stell dir vor, es gibt keine Zeitungen, Bücher, Servietten, Plakate, Geldscheine, Schachteln, usw. Ein Leben ohne Papier kann man sich nicht vorstellen.

Hast du dir schon mal überlegt wie viel Technologie und praktische Erfahrung hinter einem einfachen Papiertaschentuch stecken?
Papier ist ein unverzichtbares Gut und somit hat der Lehrberuf Papiertechnik Zukunft. Besonders bei uns in Österreich ist es ein unverzichtbarer Beruf, denn wir verfügen in unserem Land über die notwendigen Voraussetzungen für die Papierherstellung, wie Holz, Wasser und Energie. Österreichs Papierindustrie hat international einen hervorragenden Platz. In einer modernen Papiermaschine steckt mehr Elektronik, als in einem Jumbojet.

Der Lehrberuf

Nach der Pflichtschule kannst du direkt in die dreieinhalbjährige Ausbildung einsteigen und schließt mit der Lehrabschlussprüfung im Bereich Papiertechnik ab. Während der Ausbildung wirst du vor allem in der jeweiligen Papierfabrik sein, wo ein Ausbildungsleiter für dich verantwortlich ist und dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Diese Tätigkeit ist mit großer Verantwortung verbunden und somit gestaltet sich die Ausbildung als anspruchsvoll und äußerst interessant.

Die Berufssparten reichen von Betriebsschlosser über Betriebselektriker, Messe- und Regeltechniker, bis zu Chemielaborant. Wichtig bei dem Lehrberuf, sind gute Kenntnisse auf dem Gebiet der EDV, da die Papiermaschinen mit leistungsfähigen Computern ausgestattet sind.

Weitere Voraussetzungen für diesen Beruf sind die Fähigkeit, komplexe Situationen überblicken zu können und die Fähigkeit zur Teamarbeit, da du in einer Gruppe von qualifizierten Fachleuten arbeiten wirst.

Natürlich musst du während deiner Lehre auch in die Berufsschule gehen, um die Theorie zu lernen. Jeweils 10 Wochen vom ersten bis zum vierten Lehrjahr wirst du in der Berufsschule in Gmunden verbringen. Neben allgemeinen Fächern wirst du Unterrichtsgegenstände wie Verfahrenstechnik, Fachzeichnen, Rohstoffkunde, Elektrotechnik, Mess- und Regeltechnik, Mechanik und Umwelttechnik besuchen.

Nach der Lehre

Sobald du die Lehre abgeschlossen hast kannst du zum Beispiel als Papiermaschinenführer arbeiten. Durch weitere Kurse kannst du dann im Laufe der Zeit zum Werkmeister aufsteigen. Es kommt auch immer wieder vor, dass manche den Weg des Studiums einschlagen und an der Technischen Universität in Graz oder der Fachhochschule in München studieren. Dadurch, dass die Papiermaschinen rund um die Uhr laufen, arbeiten ca. 60 Prozent in verschiedenen Arten des Schichtbetriebs. Durch längere zusammenhängende Freischichten, hat man viele Möglichkeiten seine Freizeit flexibler zu gestalten.

Weitere Informationen über die österreichische Papierindustrie findest du auf der Homepage von Austropapier.

BR: pixabay.com

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