Du nimmst die Dinge am Liebsten selbst in die Hand? Du findest es toll, wenn nach und nach aus einer undefinierbaren Masse ein neues Schulheft entsteht? Wenn du auch nicht davor zurückschreckst große Maschinen zu bedienen, dann solltest du hier weiterlesen.

Wir beschäftigen uns diesmal mit dem Bereich der Produktion und was es dort alles für vielfältige Lehrstellen gibt:

Was musst du mitbringen für den Bereich der Herstellung?

Ganz generell kann man mal nach den verschiedenen Werkstoffen unterscheiden: Holz, Glas, Ton und Papier bzw. Druck. Es sollte euch Spaß machen mit diesen Ressourcen zu arbeiten, sie also gerne in der Hand haben, bearbeiten und etwas ganz Neues daraus zu gestalten.

Während eurer Lehrzeit lernt ihr dann alles über das Material und seine Eigenheiten kennen. So ist beispielsweise nicht jede Holzart gleich, und ihr müsst das Holzstück unterschiedlich bearbeiten je nach Härtegrad, Alter, Lagerung und so weiter.
Eine verlässliche, und genaue Arbeitsweise solltet ihr mitbringen, da es keine Zurücktaste wie in einem Computerspiel gibt. Wenn euch der neue Dachziegel aus Ton herunterfällt ist er eben kaputt.

Die Produktion verlagert sich immer stärker in den automatisierten Bereich, so dass es gut ist, ein technisches Grundverständnis und eine systematische Denkweise mitzubringen.
Alle Maschinen die rund um die Uhr im Einsatz sind, wie beispielsweise Papiermaschinen, benötigen natürlich eine dauerhafte Aufsicht. Deswegen wird eine Schichtbereitschaft in diesen Lehrberufen sehr oft vorausgesetzt. Ihr sitzt nicht nur stumm vor den Maschinen, sondern müsst euch regelmässig mit KollegInnen absprechen, so dass Teamfähigkeit ganz wichtig ist.
Vielleicht habt Ihr auch direkten Kundenkontakt und müsst dann die Wünsche umsetzen. Da gehört dann Kreativität und gutes Zuhören dazu.

Übrigens hat der Bereich der Produktion meist zu Unrecht einen etwas schlechteren Ruf. Durch die ständige Weiterentwicklung von Maschinen und der Produktionstechnologie wird die Arbeitssicherheit laufend verbessert. Ebenso wird der Gesundheitsschutz heute sehr groß geschrieben, und es wird versucht die Belastung durch Staub und Gerüche so gering wie möglich zu halten.

3 Beispiele für Lehrberufe in diesem Bereich:

Tischlerei

Für 3 Jahre werdet ihr in einem Tischlerbetrieb oder einer Holz verarbeitenden Industrie ausgebildet und alles über Holz und die Verarbeitung und Bearbeitung davon lernen. Tische nach Kundenwünschen anzufertigen wird dann euer Alltag. Dazu gehört ebenso das Entwerfen und Lesen von Plänen. Ihr dürft euch aber nicht nur an der Produktion von Neuem beteiligen, sondern seid nach eurer Lehre in der Lage alte Möbel wieder auf Vordermann zu bringen.

Fassbinder/in

Wie der Name vermuten lässt, dreht sich bei dieser Ausbildung alles um Holzgefäße, insbesondere Fässer, wie sie beispielsweise für die Bier- und Weinlagerung benötigt werden. Kenntnisse über die verschiedenen Holzarten sind sehr wichtig, ebenso wie man diese lagert und trocknet. Zur Herstellung eines Holsfasses gehört auch das Abdichten, Abbinden und Schleifen. Die Ausbildung könnt ihr übrigens nur in Betrieben des Fassbindergewerbes machen und sie dauert 3 Jahre.

Verpackungstechnik

3 ½ Jahre dauert die Ausbildung in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie. Dafür dürft ihr am Computer Muster erstellen, nach deren Vorlage dann alles in die Produktion geht, wie beispielsweise Verpackungen, Tragetaschen, Briefumschläge und dergleichen.
Ganz wichtig ist dann die Herstellung und vor allem die regelmässige Wartung und Überprüfung der Maschinen. Falls es dann doch zu einer Störung kommt, seid ihr dafür zuständig den Fehler schnell zu finden und zu beheben.

Und wie sind die Jobaussichten?

Der Bereich der Papiererzeugung, Papierverarbeitung und Druck blickt trotz der Zunahme an elektronischen Daten sehr positiv in die Zukunft. Allerdings nimmt die Automatisierung immer weiter zu, das heißt es werden vor allem Leute für die Bedienung und Wartung von Maschinen gesucht. Zusatzkenntnisse in der EDV oder im Messverfahren machen euch zu einem begehrten Arbeitnehmer.

Die Holzver- und –bearbeitung ist inzwischen ein stabiler Sektor. Es werden laufend neue Lehrlinge gesucht, und wenn ihr lernt wie man die computergesteuerten Anlagen zusätzlich programmieren kann, stehen eure Chancen gut, auch auf langfristige Anstellungen.
Ebenso wenn ihr euch mit Restaurierungstechniken auskennt. Die ständige Belastung von Staub und Wetter an Gebäuden und an Fassaden sorgt für eine andauernde Beschäftigungsnachfrage.

Der Werkstoff Glas nimmt nurmehr eine geringe Bedeutung hingegen ein. Besonders die Glasherstellung wird weitestgehend maschinell übernommen. Aber auch hier gibt es Chancen, wenn ihr qualifiziert ausgebildet werdet.

Weiterbildung ist übrigens wie in jedem Berufsleben ein zentraler Angelpunkt.

Nähere Infos und alle Lehrberufe findest du hier: Lehrberufslexikon.

BR: www.pixabay.com

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