Ein Lehrberuf im Bereich „Lebens- und Genussmittel“ ist aber noch viel mehr als das! Hast du eine Schwäche für Lebensmittel, insbesondere für süße Speisen oder Delikatessen? Hast du dich schon immer gefragt, wie Käse, Joghurt und andere Milchprodukte hergestellt werden? Mit einer Lehre in der oben genannten Branche bist du jedenfalls beim ganzen Herstellungsprozess mit dabei.

Was muss ich mitbringen für eine Lehre im Bereich Lebens- und Genussmittel?

Neben der Leidenschaft für die Esswaren selbst musst du natürlich auch Freude daran haben, diese herzustellen und zu verarbeiten. Da Lebensmittel schlecht werden können (vor allem Fleisch, Fisch und Milchprodukte) ist ein sorgfältiger Umgang besonders wichtig. Auf jeden Fall solltest du sauber arbeiten können und über Hygienebewusstsein verfügen. Schließlich sollen die Kunden qualitativ hochwertige Produkte kaufen können, die frei von jeglichen Krankheitserregern sind.

Da manche Lehrberufe im Lebens- und Genussmittelbereich direkten Kundenkontakt erfordern (z.B. Bäcker/in), ist Freundlichkeit und eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit Kunden Voraussetzung. Arbeitet man in der industriellen Fertigung, bei der Maschinen zur Herstellung der Lebensmittel eingesetzt werden (wie zum Beispiel in der Lebensmitteltechnik), ist technisches Verständnis von Vorteil.

3 Beispiele für Lehrberufe in diesem Bereich:

Konditor/in (Zuckerbäcker/in)

In der dreijährigen Ausbildung, die in Konditoreien oder der Back- und Süßwarenindustrie stattfindet, lernst du wie man Teige herstellt, Maschinen bedient, Süßwaren herstellt und die Waren dann verpackt und richtig lagert. Als Konditor/in stellst du Torten, Backwaren, Kleingebäck, Pralinen und Speiseeis her. Um die Arbeit zu erleichtern, werden elektrische Geräte verwendet, zum Beispiel Teigrührgeräte oder Etagenbacköfen, um eine große Anzahl an Backwaren gleichzeitig verarbeiten zu können. Natürlich sind auch händische Tätigkeiten inklusive, beispielsweise das Füllen und Verzieren der Leckereien. Du kannst auch deine Kreativität unter Beweis stellen- nämlich wenn Kunden mit individuellen Wünschen kommen und sich zum Beispiel eine Torte für bestimmte Anlässe wie Hochzeiten, Geburtstage oder eine bestandene Abschlussprüfung wünschen.

Lebensmitteltechnik

Eine Lehre zum/zur Lebensmitteltechniker/in dauert etwas länger als die meisten anderen Lehrberufe, nämlich dreieinhalb Jahre. Dafür bist du dann an der Herstellung von verschiedensten Produkten, wie Fertiggerichten, Konserven und Tiefkühlwaren, beteiligt. Diese werden an modernsten Produktionsanlagen gefertigt. Du bereitest die Lebensmittel vor, wählst Roh- und Zusatzstoffe aus (um zum Beispiel die Fertigprodukte schmackhafter zu machen) und kümmerst dich um die richtige Lagerung. Damit die Maschinen arbeiten, musst du diese bedienen und steuern und auch eventuelle Störungen beheben. Um den Kunden eine hohe Qualität der Produkte zu gewährleisten, führst du Kontrollen an den fertigen Produkten durch und sorgst dafür, dass die Hygienestandards eingehalten werden.

Molkereifachmann/-frau

Als Molkereifachmann/-frau absolvierst du deine dreijährige Lehrausbildung in Molkereien oder Käsereien. Dabei lernst du, wie man aus dem Rohstoff Milch verschiedenste Produkte erzeugt: Joghurt, Schlagobers, Butter- und Sauermilch, Topfen und alle möglichen Käsesorten. Zum Herstellungsverfahren gehört das Zentrifugieren bzw. Schleudern der Milch, das Homogenisieren und das Pasteurisieren (die Milch durch starkes Erhitzen keimfrei machen). Damit die Kunden nur die beste Qualität erhalten, musst du die Produktionsanlagen reinigen und desinfizieren und die Produkte im Labor untersuchen.

Und wie sind die Jobaussichten?

Im Allgemeinen gehen die Beschäftigungsmöglichkeiten nach der Lehre aufgrund des vermehrten Einsatzes von Maschinen zurück. Doch als gut ausgebildete Fachkraft hat man sowohl in der industriellen Fertigung als auch in Bäckereien, Konditoreien, usw. gute Chancen auf einen Arbeitsplatz.

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind ein guter Umgang mit Maschinen, Kenntnisse in der Mess-, Regel- und Steuerungstechnik oder Logistik- und Vertriebskenntnisse besonders von Vorteil.

Möchte man lieber in Gewerbebetrieben, also Bäckereien, Fleischereien usw. arbeiten, dann hat man als Fachkraft gute Aussichten, wenn man eine fundierte Ausbildung hat, sehr gut mit Kunden umgehen kann und mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten kein Problem hat. Bäcker zum Beispiel beginnen Ihre Arbeit manchmal schon um zwei Uhr nachts, damit die Kunden am Morgen aus einer großen Auswahl an frisch gebackenen Waren wählen können.

 

Mehr Details zu diesen Lehrberufen, sowie Infos zu allen Lehrberufen in Österreich findest du im Lehrberufslexikon!

Bildrechte: www.pixabay.com
Quelle: http://bit.ly/1LFMLgt
Urheber: keram

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