Auch beim Bewerbungsgespräch entscheidet oft der ERSTE EINDRUCK. Ein Business-Speeddating-Profil erklärt, wie man sich am besten präsentiert.

Souverän sein

DO: Ansagen machen.
„Frauen trauen sich oft nicht, sich smart darzustellen, zu verhandeln oder das gleich Geld wie Männer zu verlängen. Unbedingt vorher bewusst machen, was man schon alles geschafft hat und wo man hinwill – dann ruhig, aber bestimmt seine Visionen vorbringen.“
DON’T: Den Großkotz spielen.
„Ein Bewerbungsgespräch ist eine Hierarchiesituation, deshalb besser nicht zu überheblich auftreten oder mit Anglizismen-Floskeln wie ‚meine Core Skills sind das Perfect Match dafür‘ angeben.“

Locker sein

DO: Nachmachen.
„Ein Trick für die richtige Körpersprache: Stimmen Sie zu, wenn Sie ein Glas Wasser angeboten bekommen“, sagt Expertin Dr. Annika Drechsel. „Wenn Sie dann mit Ihrem Gegenüber trinken, spielen Sie dessen Körpersprache und wirken so automatisch sympathiswch. In der Psychologie heißt das Spiegelungstechnik.“
DON’T: Haltung verlieren.
„Keinesfalls Ihren Körper vom Gesprächspartner abwenden oder die Arme unter dem Tisch verschränken, das suggeriert Ablehnung und Desinteresse. Besser ist es, die Hände locker und mit offenen Handflächen auf die Oberschenkel zu legen.“

Informiert sein

DO: Interesse zeigen.
„Man kann fragen, ob es für Berufseinsteiger ein Trainee-Programm gibt oder wie die Vernetzung unter den Mitarbeitern funktioniert. Zu weit gehen Fragen nach einem Diensthandy oder der ersten Beförderung.“
DON’T: Rumstrebern.
„Natürlich sollten Sie sich vorher über die Firma informieren, das angelesene Wissen aber nur bei passender Gelegenheit ins Gespräch einfließen lassen. Einen ellenlangen Vortrag über die Entwicklung des Unternehmens zu halten, lässt einen nicht gerade innovativ wirken.“

Authentisch sein

DO: Fokussieren.
„Der Schlüssel beim Thema Authentizität ist, relevante Infos über die eigene Person von irrelevanten zu trennen. Wir nennen das ‚Relevance to the Job‘. Von allen gemachten Praktika sollte man in der Kürze der Zeit also nur dieses eine nennen, das für die Stelle auch wirklich von Bedeutung ist.“
DON’T: Phrasen dreschen.
„Sich selbst als ‚teamfähig‘ zu bezeichnen, ist abgehalftert. Man sollte zu jeder Stärke ein konkretes Beispiel haben – und wenn es das privat trainierte Volleyball-Team ist.“


Die Expertin: Dr. Annika Deichsel, Career Manager an der TUM School of Management (Technische Universität München) und Organisatorin der jährlichen Business-Speeddatings

Quelle: GLAMOUR 01/2018, Seite 40

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